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wir freuen uns auf ein Halbjahr voller musikalischer Verdichtung, klanglicher Entdeckungen und lebendiger Begegnungen. Im Herbst 2026 trifft die unmittelbare Nähe unserer Clubkonzerte wieder auf den großen Horizont des 22. Trans4JAZZ-Festivals – ein Programm zwischen feingliedriger Entdeckung und internationalem Gipfeltreffen.
In unseren Clubkonzerten suchen wir jene besonderen Momente, in denen Musik durch unmittelbare Nähe zu atmen beginnt. Den Auftakt im Speidlerhaus Baienfurt gestalten Katrin Avison und Tizian Jost (Female Instincts), die Lyrik von Hannah Arendt bis Maya Angelou als psychologische Partituren für Stimme und Klavier interpretieren. Das Daniel Stelter Trio pflegt in der Zehntscheuer eine Ästhetik des Weglassens – eine unaufgeregte Gitarrensprache, die das Leise als erzählerische Freiheit nutzt.
Mit dem französisch-marokkanischen Trompeter daoud erleben wir einen Freigeist, dessen kompromissloser Mix aus Hip-Hop-Beats und melancholischer Zärtlichkeit zeigt, wie dringlich urbane Musik heute klingen kann. Zur Ochsensession erinnern Klaus Füger, Heiner Merk, Andieh Merk und Markus Ziegler an A Kind of Blue zum 100. Geburtstag von Miles Davis und John Coltrane – ein Auftakt für eine offene, spontane Jam-Session über das Great American Songbook.
Im Dieter Ilg Trio verbindet sich der Bassist mit dem Ravensburger Pianisten Rainer Böhm und Schlagzeuger Patrice Héral zu einer seltenen klanglichen Vertrautheit: Ihr Programm Motherland ist eine leise, tiefgründige Vermessung von Heimat und Natur. Der Nikolaus-Jazz schlägt eine Brücke vom transparenten West-Coast-Klang des Sound of Gerry Mulligan Quartetts zu den Bantu-Erzählungen und federnden Rhythmen des Gabriel Mbanda Quintetts.
Zum Jahresabschluss betreten wir Neuland: Im Ravensburger Rauch & Spiegel, wo wir zum ersten Mal zu Gast sind, präsentiert die Berliner Band So Sorry einen furiosen Mix aus vertrackter Rhythmik, Alternative Pop und R&B. Das Quartett gilt derzeit als eines der aufregendsten Versprechen der deutschen Szene – eine Musik zwischen spielerischer Freiheit und einer souveränen Haltung, die keinen Platz um Verzeihung bittet.
Vom 03. bis 08. November wird Ravensburg erneut zum Epizentrum des internationalen Jazzgeschehens. Zur 22. Ausgabe des Trans4JAZZ Festivals spannen wir den Bogen weiter als je zuvor: Weltstars wie Till Brönner, Manu Katché und Asaf Avidan treffen auf die groovige Eleganz von Young Gun Silver Fox und die akustische Tiefe von Blues-Ikone Eric Bibb.
Im Konzerthaus verschmelzen beim Quartett um Chris Minh Doky, Till Brönner, Manu Katché und Morten Schantz nordische Klarheit, New Yorker Puls und cineastische Weite zu einem gemeinsamen Sound. Eröffnet wird dieser Gipfel vom Sol Jang Trio, das als zweite Gewinnerformation des Trans4JAZZ Awards den Bogen zwischen feiner rhythmischer Verschiebung und kraftvoller Entschiedenheit spannt. St. Paul & The Broken Bones bringen die physische Dringlichkeit des Gospel-Soul auf die Bühne, während Asaf Avidan mit seiner wandelbaren, schwebend-rauen Stimme zwischen intimer Fragilität und existenzieller Wucht changiert. In der Zehntscheuer Matinee bricht Olivia Trummer ihr Songbook neu auf, bei Lake Noir in der Linse verschmelzen Surf Rock, Film Noir und Live-Visuals zu einem flirrenden Kino-Experiment, und Eric Bibb sucht im Finale die Essenz des Acoustic Blues in der „Architektur der Stille“.
Den Blick fest nach vorne richten die Future Dialogues und die Verleihung des ersten Trans4JAZZ Awards: Den Auftakt gestalten Who Parked The Car aus Paris mit vielstimmigem Neo-Soul und das Jakob Manz Project, die gemeinsam beweisen, wie ungezähmt, farbenreich und hochpräzise die nächste Generation ihre eigene Sprache formt.
Alle Termine, Tickets und Infos gibt’s auf dieser Seite.
Und selbstverständlich bieten wir auch weiterhin das Youth Ticket für 8 € an – das wollen wir auch beibehalten und ausbauen.
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